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Feste und Bräuche

12. 3. 2009

Feste und Bräuche

 

-     Die Feste sind für die Leute sehr wichtig, weil sie sich von den gewöhnlichen Tagen unterscheiden und die Freude mitbringen. Im unseren Leben feiern wir von Zeit zu Zeit große Feste. Das sind nicht nur die Feste wie die Weihnachten oder Geburtstag, sondern die Feste, die wir einmal, zweimal oder dreimal im Leben feiern: die Hochzeit, das Kindergeburt oder die Promotion. Deshalb sind diese Feiern vielmal größer als zum Beispiel normaler Geburtstag.

-     Am häufigsten feiern wir die jährlichen Feste. Das sind die religiösen Feste, bei uns meistens die christlichen, also vor allem die Weihnachten und Ostern. Diese Feste existierten aber schon vor Christi. Sie waren die heidnischen Feste der Sonnenwende. Zum Beispiel der Name „Ostern“ kommt von dem Namen der Göttin des Frühlings Auster her.

-     Ostern wird am Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlingsanfang gefeiert, also im März oder April. Die Fastenzeit, die vierzig Tage dauert, ist am Karsamstag zu Ende. Die Woche vor dem Ostersonntag heißt „Karwoche“ und beginnt mit dem Gründonnerstag. Im christlichen Gottesdienst wird daran erinnert, dass Jesus Christus mit seinen Jüngern beim Abendmahl aß und trank. Mit dem Karfreitag gedenkt man seiner Kreuzigung, es ist ein Tag der Trauer, so die Unterhaltung sollte verboten sein. Der eigentliche Festtag ist der Ostersonntag. An diesem Tag wurde das leere Grab Christi gefunden und damit wurde sein Sieg über den Tod bewiesen. Auch der Ostermontag ist ein Feiertag. Traditionell werden an Gründonnerstag grüne Speisen und am Karfreitag Fisch gegessen. Das Symbol des Osterfests ist das Ei. Im christlichen Sinn kann es ein Symbol der Auferstehung sein, aber nach altem Volksbrauch sind das Ei und der Hase auch Symbole der Fruchtbarkeit.

-     Im Tschechien gehören zu Ostern die Osterruten, mit denen die Jungen die Mädchen am Ostermontag peitschen. Es hat seine Genese in dem Aberglaube, dass das Mädchen, das nicht gepeitscht wurde, wird über das Jahr trocken. Dafür, dass sie gepeitscht wurden, geben die Mädchen den Jungen die farbigen Eier, die sie gemahlt haben. Die faulen Frauen, die keine Eier gemahlt haben, verschenken die schokoladen Eier, oder andere Süßigkeiten. In einigen Gegenden werden auch die Gelder verschenkt. Traditionell backen die Mütter am Ostermontag ein süßes Osterlamm zum Frühstückessen und morgen findet man auch kleine Geschenke neben den Salweidezweigen. Die Geschenke sollten die Ankleiden sein, weil dann das Lämmchen Ihnen nicht kacken kann.

-     Ich habe schon die Fastenzeit erwähnt. Die Fastenzeit beginnt mit dem großen Karneval. Als ich klein war, fanden die Karnevals jedes Jahr im Prag statt. Wir gingen abends auf Altstatterring und beobachten die Karnevalswimmen. Überall spielte die Musik und man konnte fast nicht durch die buntfarbige Menge durchgehen. Die heutigen Nikolausfeste sind im Vergleich damit kläglich. Ich weiß nicht warum, aber jetzt gibt es hier diese Karnevale nicht mehr. Die Fastenzeit dauert vierzig Tage und während dieser Zeit soll kein Fleisch gegessen werden.

-     Die Weihnachten beginnen eigentlich schon am 1. Dezember, wann die Adventszeit beginnt. Die Kinder zählen die Tage auf dem Adventskalender mit kleinen Schokoladen aus. In vielen Familien wird ein Adventskranz aus grünen Tannenzweigen mit vier Kerzen – für jeden Sonntag eine – aufgestellt. Er soll Segen bringen und Unheil abwenden.

-     Der 6. Dezember ist der Tag des heiligen Nikolaus. Der echte Nikolaus lebte im vierten Jahrhundert als Bischof in Kleinasien und wurde für seine Mildtätigkeit und seine Liebe zu den Kindern berühmt. Nach der Tradition besucht Nikolaus am Abend des 5. Dezember die Familien. Wenn die Kinder während des Jahres lieb waren, bekommen sie Süßigkeiten von Nikolaus.

-     Im Tschechien kommt Nikolaus nie allein, sondern hat er mindestens zwei Kumpane mit – den Teufel und den Engel. Wenn die Kinder ärgerten, droht der Teufel ihnen sie in die Hölle mitzunehmen, aber wenn sie brav waren, gibt der Engel ihnen die Süßigkeiten, Obst und Erdnüsse. Nikolaus weiß über alles, weil er das Sündebuch hat, und wenn jemand nicht in die Hölle gehen will, muss er ein schönes Lied singen oder das Gedicht sagen.

-     Am 24. Dezember ist Heiligabend, der Abend, an dem Christus in einer Krippe im Stall geboren wurde. Deshalb bilden die Leute an Weihnachten die kleinen Weihnachtskrippen, wo nicht nur Jesus und seine Eltern sind, sondern auch die Hirten, drei Könige und die Tiere. Tagsüber wird ein Weihnachtsbaum aufgestellt und geschmückt und daneben werden zur Bescherung die Geschenke gelegt. In der Mitternacht gehen die gläubigen Leute in die Christmesse.

-     Das traditionelle tschechische Gericht an Weihnachten ist ein Karpfen mit Kartoffelnsalat und wir backen auch Weihnachtsgebäck.

-     Die Weihnachtszeit endet mit dem 6. Januar, dem Dreikönigstag. Die Heiligen Drei Könige aus Morgenland, Caspar, Melchior und Balthasar konnten den Weg zum Christuskind nicht finden, so der Stern musste ihnen helfen. In katholischen Gegenden ziehen auch heute noch Sternsinger von Tür zu Tür, segnen die Häuser für das Jahr und schreiben mit Kreide über die Haustür seine Anfangsbuchstaben.

-     Silvester ist der letzte Tag des Jahres und so veranstalten wir immer große Feiern. Zumeist sind wir mit unserer Familie oder Freunden, begießen und warten auf die Mitternacht. Von allen Silvesterspeisen soll man nach alter Tradition bis zum Neujahrstag einen Rest stehen lassen. Das ist die Voraussetzung dafür, dass einem das Essen im ganzen Jahr nicht ausgeht. Die letzten Sekunden im alten Jahr werden rückwärts gezählt. Um Mitternacht stößt man mit einem Glas Sekt an und wünscht sich alles Gute für das kommende Jahr. Das ganze wird mit einem Feuerwerk gefeiert.

-     Wir feiern immer Silvester in unserer Hütte im Kreis der Familie und Freunde. Tagsüber fahren die Vaters und Kinder nach Liberec dort alle Gaststätte und Restaurants zu besuchen, und die Mütter haben zu Hause seine Damenfahrt und bereiten Bewirtung vor. Am Abend kommen wir zur Hütte und feiern – singen, Gitarre spielen, essen, blödeln und warten bis Mitternacht. Eine Minute davor machen wir den Fernseher an und warten auf die Fernabrechnung.

 

 
 

 

 

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